Mensch: irre! – wir verabschieden uns -

Sternenhimmerl Franzi Lange

Liebe Besucher/innen unseres Anti-Stigma-Blogs,

mit diesem Foto von www.franzilange.tk verabschieden wir uns von Ihnen. Unser Projekt ist nun zu Ende und wir danken allen, die sich im Laufe dieses Kampagnenjahres 2014 für “Mensch: irre!” interessiert und engagiert haben sehr herzlich!

Sie alle haben mit dazu beigetragen, dass die Kampagne ein so großer Erfolg war und wir auf unterschiedlichem Weg zahlreiche Menschen erreichen konnten, die mit dem Thema Psychiatrie bislang noch wenig oder gar keine Berührungspunkte hatten. Das freut uns natürlich sehr, denn damit haben wir unser Ziel erreicht.

Auch freuen wir uns darüber, dass das gesamte Projekt als gelebtes Inklusionsprojekt gezeigt hat, dass ein menschliches Miteinander auf Augenhöhe eine Selbstverständlichkeit ist und sein muss! Vielleicht haben wir an der einen oder anderen Stelle ein kleines oder auch größeres Aha-Erlebnis ausgelöst. Wir selber als Organisator/innen hatten zumindest einige von diesen Erlebnissen :-).

Machen Sie es gut, gehaben Sie sich wohl und passen Sie auf sich auf!!!

Mögen die Sterne immer für Sie leuchten und Sie auf Ihrem Weg begleiten.

Mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen für Sie verbleiben wir

Ihr Mensch-irre-Team der AWO Augsburg

Organisationsteam

PS: Diese Homepage wird noch eine geraume Zeit online zur Verfügung stehen, jedoch wird es keine werktäglichen Blogbeiträge mehr geben und es wird nicht mehr möglich sein, Ihrerseits Aktionen wie z.B. Kommentare zu Beiträgen vorzunehmen. Wir bitten Sie hierfür um Ihr Verständnis.

 

d’Trödlheini, mei heimlich Liab

bisch't so bleed manchmoi,
kennsch mein' Augiasstoi
lasch't mi trotzdem wachs'n
steichelsch't meine Pratz'n

liesch't ma vor beim sterb'n
lasch't mi kloaner werd'n
blödelsch mit mir rum
schearst di' nix da drum

spuils't mit meine Schwäch'n
kehrsch't mit meine Rech'n
stiehlsch mit mir a Pferd'l
kochsch auf meinem Herd'l

schtopfsch't oa meine Sock'n
hengsch sö auf zum trockn'n
kämmsch mir meine Lock'n
oa beim Stub'n hock'n

dank d'schee d'für..

wichsch mer moane Schua
melksch oa meine Kua
trödelsch mit mir rum...
schenksch' mir oa dei Zeit
bald isch wiad' a so weit

dank d'schee darum,

mei Trödlkini!


Anonym

Ausstellung der Kunstgruppe des Betreuten Wohnens

Die im Rahmen der Anti-Stigma-Kampagne gestartete Kunstgruppe des Betreuten Wohnens schließt das Jahr 2014 mit einer Kunstausstellung ab.

Die Ausstellung fand am 22.12.2014 statt und war Teil der Weihnachtsfeier des Beschäftigungs- und Trainingszentrums der AWO.

Präsentiert wurden Werke der Gruppenmitglieder, die während des Jahres entstanden waren.  So wurden Collagen im Stil von Sammy Slabbinck und Bilder, die aus einer Mischtechnik aus Acrylfarbe und Graffiti entstanden sind, gezeigt.

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Annäherung

Anfang

Durch das Hupen eines regelmäßig an bestimmtes Wochentages einfahrenden Automobiliums aufgeschreckt, erinnert an das tägliche Brot, ging Noe, sich erhebend, aus seinem Zimmer, durch den Flur, öffnete die schwere eichene, teutsche Holztüre, trat in die wintergewordene Natur. Aus den etwas hinterrücks gelegenem Nachbarhaus kam ihm der Pastoralassistent entgegen, und er sagte, „Grüß dich“, ohne eine Rede zu beginnen.

„Der Schornstein müsst auch endlich einmal entschwefelt werden“ rief seine Frau ihm noch nach.

Noe hatte im Augenblick andere Sorgen. Auf dem glatten, nicht gestreutem Weg, eine Bemerkung von jenem besagtem Theologen hatte ihn daran erinnert, rutschte er vorsichtig zum wartenden Brotverkäufer und sprach. „Dieses Brot bitte!“

Er musste sich erinnern, dachte zurück , an damals. Er musste sich erinnern!

Wenn ich mich im Spiegel betrachte, sehe ich eigentlich ganz normal aus. Meine untere Gesichtshälfte ist zwar taub, ich spüre es, sobald ich sie mit den Fingern berühre. Doch von außen ist nichts wahr zu nehmen. Ebenso wenig die Schmerzen, die allein meine Aufmerksamkeit bis zum höchsten Maße beanspruchen.

Es war fast wie damals.

 

Anonym

Zur Weihnachtszeit

Wie jedes Jahr um die selbe Zeit,
halten wir uns bereit,
für die Weihnachtszeit!
Ihr wissdst was des bedeit,
denn bald iszt wirklich soweit!
Des is ka Märchen un a koi Gschicht,
a wenns a mancher so siecht!
Denn da ist vor langer Zeit ein Kind geboren,
für uns zum Heiland auserkoren!
Drum denkts nicht nur an die Geschenke
und das ma an den anderen denke,
sondern singst die Weihnachtslieder aus vollem Herzen
bei brennenden Weihnachtskerzen!
Passzt dabei auf den Text auf, 
dann kommst scha drauf,
das Gott Mensch werden will,
nicht im großen, sondern sehr kleinen Styl!

Brigitte Harlachinger

Rosa

Wenn du mich jemals vergisst
oder gar ganz doll fern bist,
bin ich nicht sehr weit von dir 
denn im Herzen steh ich bei dir,
auch wenn ich dir nicht helfe
oder du mich siehst,
denke an meine Worte,
irgendwo wirst du geliebt,
auch wenn's nicht gleich geschieht,
weißt du, eine hat dich lieb,
das bin ich.
Kein Zweifel dran, 
auch wenn ich dich grad nicht leiden kann,
Rosa

Nicole S.